Schellack-Platte
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Die Erfindung der Schallplatte verdanken wir dem Deutschen Emile Berliner. 1887 produzierte Berliner die ersten Grammophone die eine Seitenschrift-Aufnahme auf Platte ermöglichten. In wenigen Jahren eroberten Platten und daneben die Wachszylinder den Markt. Diese zwei Systeme koexistierten während mehreren Jahrzehnten mehrheitlich getrennt auf verschiedenen Anwendungsgebieten: Die Schallplatten wurden für die musikalische Wiedergabe vorgezogen, während die Zylinder vor allem als Tonträger für Diktaphone gebraucht wurden. Was die Schallplatte betrifft, wurden nacheinander Versuche mit verschiedenen Materialien durchgeführt. Das Resultat der für die Produktion von 78 Umdrehungen am häufigsten verwendeten Mischung war die berühmte Schellack-Platte. Die Lesegeschwindigkeit, die während den ersten Jahrzehnten des Jahrhunderts nicht einheitlich war, wurde erst im Jahre 1948 auf 78 Umdrehungen/Min. genormt. Der Markt für Zylinder und Schellack-Platten mit 78 Umdrehungen/Min. drehungen erlitt durch die Einführung der Langspielplatte (Vinylplatte) in den 50er Jahren einen starken Rückgang.
