Elvis Presley

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Elvis Presley ('68 Comeback Special - Burbank, Ca.)
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Elvis Presley ('68 Comeback Special - Burbank, Ca.)

Elvis Presley (*8. Januar 1935 in Tupelo, Mississippi (USA) | † 16. August 1977 in Memphis, Tennessee (USA)


Inhaltsverzeichnis

Kindheit

Elvis Aaron Presley wurde am 8. Januar 1935 morgens gegen 4:30 Uhr in dem kleinen Ort Tupelo im US-Bundesstaat Mississippi geboren. Sein Zwillingsbruder mit dem Namen Jesse Garon kam etwa eine halbe Stunde vor Elvis tot zur Welt. Elvis' Vater Vernon, Jahrgang 1916, arbeitete zur Zeit der Geburt seines Sohnes als Lastwagenfahrer, die Mutter Gladys Love, geborene Smith, war Näherin und vier Jahre älter als ihr Mann. Elvis wurde in einer schlechten Zeit - am Ende der Weltwirtschaftskrise - in einer armen Gegend geboren. Elvis' Eltern schlossen 1933 die Ehe. Sie gehörten der First Assembly Church of God, einer Kirchengemeinschaft, an. Hier hörte Elvis wohl auch oft die Musik, die ihn am meisten beeinflussen sollte: Gospel. In seiner Schulzeit fiel Elvis nie besonders auf. Als er jedoch 10 Jahre alt war, trat er bei einem Talentwettbewerb bei der jährlichen Mississippi-Alabama Fair & Dairy Show auf, sang dort ohne Begleitung den Song Old Shep und belegte den zweiten Platz. Sein Preis war: 5 Dollar und freie Benutzung aller Attraktionen.

Zum elften Geburtstag schenkten ihm seine Eltern eine Gitarre, obwohl er sich eigentlich ein Gewehr gewünscht hatte. Über zwei Jahre später, im September 1948, packten die Presleys ihre Habseligkeiten zusammen und fuhren in ihrem alten Plymouth in die ca. 120 km entfernte Stadt Memphis, wo sich Vernon bessere Verdienstmöglichkeiten erhoffte. In den nächsten Jahren konnten sie sich beruflich leicht verbessern und zogen auch noch mehrmals um. Elvis besuchte die Humes High School und trat trotz seiner eher zurückhaltenden Art bei der Schulweihnachtsfeier 1950 mit zwei Liedern auf. Neben der Schule arbeitete er u.a. als Platzanweiser in einem Kino. Nach seiner Schulentlassung (mit Abschluss), die am 3. Juni 1953 erfolgte, arbeitete Elvis zunächst bei der Precision Tool Company mit seinem Cousin Gene Smith zusammen.

Die ersten Aufnahmen

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Noch im Sommer 1953 entschloss Elvis sich, beim Memphis Recording Service von Sam Phillips eine Platte aufzunehmen. Die Legende sagt, das er die Balladen My Happiness und That's When Your Heartaches Begin, zum Geburtstag seiner Mutter aufgenommen hat. Da diese aber schon im April Geburtstag hatte, war es doch wohl eher so, dass Elvis lediglich hören wollte wie seine Stimme so klingt. Sam Phillips war zu der Zeit dafür bekannt, das er immer auf der Suche nach neuen Talenten war. Und teilweise hatte er damit auch Erfolg. Einige landesweit bekannte Persönlichkeiten kamen aus seinem Stall. Und da Sam in seinem Studio jedem die Möglichkeit gab, gegen Bezahlung eine eigene Platte aufzunehmen, wollte Elvis wohl diese Möglichkeit wahrnehmen. Der Recording Service gehörte zu der 1952 gegründeten Plattenfirma Sun Records, wo hauptsächlich schwarze Sänger Blues, Rhythm & Blues und Gospels einspielten. Sam Phillips suchte schon länger nach einem Weissen, der wie ein Farbiger singen konnte. Er war jedoch nicht anwesend, als Elvis das Studio zum ersten mal aufsuchte. Seine Sekretärin Marion Keisker horchte auf, als sie Elvis ungeübten Gesang hörte, und schnitt deshalb einen Teil davon auf Band mit.

Nachdem Elvis am 4. Januar 1954 zwei weitere Lieder für den Privatgebrauch bei Sam Phillips - dieses mal in dessen Anwesenheit - aufgenommen hatte, hörte er einige Monate nichts mehr von ihm. Denn dieser war nicht unbedingt von Elvis überzeugt und sagte ihm, das er sich bei ihm melden würde, wenn er was passendes für ihn hätte. Erst als dieser einen Sänger für einen Song, den er auf einer Demo-Platte vorliegen hatte, suchte, erinnerte sich Marion Keisker an Elvis und machte Sam darauf aufmerksam. Im Juni 1954 liess er Elvis zu sich rufen und liess ihn mehrere Versuche machen, mit denen er allerdings ebenfalls nicht zufrieden war. Nun brachte er Elvis mit einem jungen Gitarristen Namens Scotty Moore und dem Bassisten Bill Black zusammen. Mit ihnen zusammen probierte Elvis mehrere Lieder verschiedener Stilrichtungen durch, bis sie irgendwann auf den alten Blues-Titel That's All Right stiessen. Während einer Pause probierte sich Elvis an diesem Song, als Sam in diesem Moment wohl genau das hörte, wonach er so lange gesucht hatte. Dieser Song wurde dann an diesem Tag noch verfeinert und anschliessend nahmen die drei unter der Leitung von Sam noch den Titel Blue Moon of Kentucky auf.

Schon im Juli 1954 erschien Elvis' erste Platte mit diesen beiden Songs. Dank einem befreundeten DJ bei einem lokalen Radiosender, konnte Sam Phillips ein bisschen Airtime für diese Platte organisieren. Diese kam bei den jungen Hörern so gut an, das die Platte den ganzen Tag wieder und wieder gewünscht wurde und deshalb auch immer wieder gespielt werden musste. Alle dachten, daß dieser Song von einem schwarzen Sänger gesungen wird. Erst nachdem Elvis zu einem Interview bei diesem Sender eingeladen wurde und er auf die Frage, wo er denn zur Schule gegangen sei, mit Humes High School antwortete, war klar das es sich bei ihm um einen Weissen handeln musste. Denn wegen der damals noch strikten Trennung zwischen Schwarz und Weiss, war die Humes High School bekanntermassen eine Schule nur für weisse Schüler.

Erste Erfolge

Nur wenige Wochen später ging er zusammen mit Scotty und Bill auf Tournee. Sie spielten in kleineren Clubs, bei Sportveranstaltungen und auf Schulfesten. Im Oktober bekamen sie die Chance bei der bekannten Louisiana Hayride Show aufzutreten. Diese Show wurde in 13 Staaten im Süden der USA im Radio übertragen. Nach einem guten Start, bekamen die Blue Moon Boys, wie sie sich jetzt nannten, einen Vertrag. Dieser verpflichtete sie, jeden Samstagabend in der Show mitzuwirken. Einen Monat zuvor traten sie schon in der Grand Ole Opry in Nashville auf - hier war das Publikum aber etwas zu konservativ, so das dieser Auftritt als Fehltritt verbucht werden musste. Im März traten die Blue Moon Boys im Rahmen der Louisiana Hayride Show erstmals im Fernsehen auf; allerdings wurde dieser Auftritt nur in [[Shreveport (Louisiana)|Shreveport], der Heimatstadt der Show, ausgestrahlt.


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Mitte 1955 interessierte sich ein Mann für Elvis, der ein knappes Jahr später seine Geschicke lenken sollte: Colonel Tom Parker, früher Manager der Countrysänger Eddy Arnold und Hank Snow. Er hatte durch seine damalige Zusammenarbeit mit Hank Snow schon einige Auftritte gebucht, bei denen auch Elvis mit von der Partie war. Parker übernahm die Geschäfte von Bob Neal, der Elvis seit einigen Monaten vertreten hatte. Dieser Bob Neal übernahm übrigens vorher schon den Managerposten von Scotty Moore, der am Anfang nicht nur Elvis' Gitarrist, sondern auch sein Manager war.

Im Juli 1955 konnte Elvis mit seiner vierten Platte bei SUN den ersten Hit auf nationaler Ebene verzeichnen. Baby Let's Play House kam in die Country- & Western Charts der Zeitschrift Billboard. Mittlerweile hatte Elvis einen Bühnenakt entwickelt, der vor allem die weiblichen Fans regelmässig zur Raserei brachte. Im Oktober 1955 war es soweit, das Elvis auf den Tourneeplakaten an erster Stelle genannt wurde. In der Branche war zu der Zeit bekannt, das sein Vertrag mit SUN von Sam Phillips verkauft werden sollte. Der Plattenkonzern RCA machte mit dem unglaublichen Angebot von 35.000$ das Rennen und bekam den Zuschlag. Elvis bekam noch einmal 5000$ extra. Das war die höchste Summe, die bis dahin für einen Künstler bezahlt wurde. Selbst intern bei RCA war dieses Geschäft sehr umstritten, so das Steve Scholes, der das ganze eingefädelt hatte, sehr unter Erfolgszwang stand.

Geburt eines König

Im Januar 1956 machte Elvis dann erste Aufnahmen für RCA, darunter auch sein erster Nr.1 Hit "Heartbreak Hotel". Colonel Parker hatte unterdessen erreicht, dass Elvis an sechs verschiedenen Abenden in der "Stage-Show" der Gebrüder Tommy & Jimmy Dorsey auftreten konnte. Der erste dieser Auftritte, bei denen Elvis jeweils zwei Lieder sang, fand am 28. Januar 1956 statt. Im Februar landete Elvis mit seiner letzten bei SUN aufgenommenen Single "I Forgot To Remember To Forget" einen weiteren Hit in den Country-Charts. Zwei Monate später war dann auch "Heartbreak Hotel" endlich die Nr.1 der Billboard-Charts. Zeitgleich erschien dann auch noch seine erste Langspielplatte, die ebenfalls ein voller Erfolg wurde. Noch in diesem Jahr schaffte er weitere Nr. 1 Erfolge und wurde mit goldenen Schallplatten nahezu überhäuft. Am Ende des Jahres hatte er 10 Songs gleichzeitig(!) in den Top-100 der Billboard-Charts.

Hollywood ruft

Elvis hatte durch seine Fernsehauftritte die Aufmerksamkeit des bekannten Hollywoodproduzenten Hal B. Wallis erregt, der wohl das Potential erahnte, der in einem künftigen Filmstar Elvis Presley stecken könnte. Er liess Elvis nach Hollywood kommen. Am 1. April 1956 kam es zu ersten Probeaufnahmen. Wallis verwendete dazu Szenen aus dem Bühnenstück "The Rainmaker" von Richard Nash, das er demnächst verfilmen wollte. Der Filmtest führte dazu. das Elvis vorerst einen Vertrag für drei Filme erhielt; die Gagen sollten 100.000$ für den ersten, sowie 150.000$ und 200.000$ für die beiden nachfolgenden Streifen betragen. Da Wallis vorerst aber noch kein geeignetes Drehbuch für Elvis vorliegen hatte, wurde dieser für seinen ersten Film an die "20th Century Fox" ausgeliehen. Man übertrug ihm die Rolle des Clint Reno in dem Western mit dem Arbeitstitel "The Reno Brothers". Während der Dreharbeiten hatte Elvis am 9. September einen wichtigen Fernsehauftritt in der Ed Sullivan Show. Unter anderem sang er hier auch "Love Me Tender". Es sahen rund 54 Millionen Amerikaner diese Show. Schon in den nächsten Tagen gab es 850.000 Vorbestellungen für die Platte. Daraufhin änderten die Produzenten des Films, den Titel ebenfalls in "Love Me Tender". Am 6. Januar 1957 war Elvis zum dritten Mal in der Ed Sullivan Show zu sehen - es sollte sein letzter Fernsehauftritt für die nächsten drei Jahre sein. Nach den Dreharbeiten zu seinem zweiten Film "Loving You", kehrte Elvis Mitte März nach Memphis zurück und kaufte im vornehmen Vorort Whitehaven für 100.000$ die 23-Zimmer Villa Graceland.


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Die Armee

Anfang April gab er seine einzigen Konzerte ausserhalb der USA: in Kanada. Elvis gastierte in Toronto, Ottawa und Vancouver. Kurz darauf begannen dann auch schon die Dreharbeiten für seinen nächsten Film "Jailhouse Rock". Mittlerweile hatte sich die Armee der Vereinigten Staaten bei Elvis gemeldet. Da er jedoch mitten in Dreharbeiten steckte, verschob sich sein Einberufungsbefehl um knapp zwei Monate. Am 24. März 1958 war es dann soweit: Elvis meldete sich im Einberufungsbüro in Memphis. Noch am gleichen Tag wurde er nach Fort Chaffee in Arkansas gebracht. Er wurde untersucht, eingekleidet, erhielt seinen Armeehaarschnitt und war vier Tage später in seinem festen Standort für die nächsten sechs Monate, im Armeecamp Ford Hood in Texas.

Anfang August ging es dann mit dem Gesundheitszustand seiner Mutter rapide bergab. Elvis bekam Sonderurlaub um zurück nach Hause zu fahren. Seine Mutter starb allerdings am 14. August - ein grosser Verlust, über den er nie richtig hinweg kam. Mitte September ging es dann auf dem Truppentransporter U.S.S. Randall Richtung Deutschland. Hier sollte er die restlichen 17 Monate seiner Militärzeit verbringen. Am 1. Oktober kam er in Bremerhafen an. Stationiert wurde er in Friedberg, nähe Frankfurt. Privat wohnte er, nach drei kurzen Hotelaufenthalten, in der Goethestr. 14 in Bad Nauheim. Er machte zwei Reisen nach Paris, hielt sich mehrmals in Frankfurt und in München auf. Armeemanöver führten ihn nach Greifenwöhr, in den südlichen Schwarzwald und an die tschechische Grenze. Elvis liess jede weitere Gelegenheit aus, sich in Europa weiter umzusehen. Allerdings lernte er 1959 seine spätere Ehefrau, die damals erst 14 Jahre alte Priscilla Beaulieu, Adoptivtochter eines US-Oberst, kennen. Im Januar 1960 wurde Elvis dann zum Sergeant befördert, kurz bevor er am 2. März Deutschland verliess. Nach einer Zwischenlandung in Schottland betrat er am 3. März wieder amerikanischen Boden.

Elvis erste Aktivität im März war eine Session in Nasheville, wo er neue Lieder für die bereits geplante Single und eine Langspielplatte aufnahm. Ende März zeichnete der Sender ABC in Miami die Frank Sinatra Timex-Show auf, die den Untertitel "Welcome Home, Elvis" trug. Elvis sang die zwei Lieder seiner neuen Single (Stuck On You / Fame And Fortune), dazu ein Duett mit Frank Sinatra. Gesendet wurde die Show allerdings erst im Mai 1960. Ende April begann dann wieder die "normale" Arbeitszeit in Hollywood. Viele weitere Filme waren schon geplant. Im Februar 1961 trat Elvis dann endlich wieder live auf. Am 25. Februar gab er zwei Konzerte im Ellis Auditorium von Memphis. Er sang viele seiner alten Hits, aber auch einige seiner neuen Aufnahmen. Am 25. März trat Elvis auf Hawaii ein, wo er am Abend einen weiteren Live-Auftritt hatte - es war sein letztes Konzert vor Publikum bis zum Jahr 1968. Die kommenden Jahre verbringt Elvis damit, unzählige weitere Filme in Hollywood zu drehen.

Am 1. Mai 1967 überraschte Elvis die Weltöffentlichkeit mit der Mitteilung, dass er an diesem Tag in Las Vegas die knapp 22 Jahre alte Priscilla Beaulieu heiraten werde, die seit einigen Jahren schon bei Elvis in Graceland lebte. Die Hochzeitsfeier fand im Aladdin Hotel statt, die Flitterwochen (4 Tage!) wurden in Elvis' neuem Haus in Palm Springs gefeiert. Am 29. Mai gaben die beiden in Hochzeitskleidung einen weiteren offiziellen Empfang in Graceland für Freunde und Verwandte, die in Las Vegas nicht dabei sein konnten. Auf den Tag genau, neun Monate später kam Tochter Lisa-Marie zur Welt.


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Neben einigen weiteren Filmen die Elvis in der Zwischenzeit gedreht hatte, war die zweite Hälfte des Jahres 1968 eine ganz besondere Zeit in seiner Karriere. Am 3. Dezember 1968 um 21 Uhr war eine Stunde lang von der Fernsehgesellschaft NBC seine Fernsehshow "Elvis" ausgestrahlt worden. Schon im Juni des selben Jahres gedreht, wurde sie zu einem riesigen Erfolg, was nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken war, dass Elvis sich mit Hilfe des Produzenten Steve Binder gegen die Vorstellung Colonel Parkers durchgesetzt hatte. Colonel Parker wollte nämlich eine Weihnachtsshow daraus machen und stellte sich dabei vor, das Elvis in Anzug und Krawatte ganz artig 20 Weihnachtslieder singen sollte. Aber so kam es dazu, dass der komplett in schwarzem Leder gekleidete Elvis, viele seiner alten Hits aus den 50er Jahren sang und dabei eine Dynamik an den Tag legte, die man von ihm kaum noch erwartet hatte. Später wurde diese Show als "Comeback Show" bezeichnet - der alte Elvis war wieder da!

Nur vier Wochen später brachte Elvis auch seine musikalische Karriere wieder auf Vordermann. Im Januar und Februar spielte er in den American Studios in Memphis über 30 neue Lieder ein, darunter spätere Hits wie "In The Ghetto", "Don't Cry Daddy" und "Suspicious Minds". Auch die Langspielplatte "From Elvis in Memphis", die weitere elf Songs aus diesen Sessions enthält, war ein weiterer musikalischer Meilenstein - und dazu wieder sehr erfolgreich. Parallel zu seinen letzten Filmen, die er bis Anfang 1970 abgeschlossen hatte, stand Elvis am Abend des 31. Juli 1969 vor zahlreichen geladenen Gästen auf der Bühne des Show-Rooms des International-Hotels in Las Vegas, und began seine erste vierwöchige Konzertreihe. Als er am 28. August die letzte Vorstellung hinter sich gebracht hatte, waren nicht weniger als ca. 100.000 Menschen Zeugen dieses unglaublichen Bühnen-Comebacks geworden.

Bereits im Januar 1970 begann Elvis seine zweite vierwöchige Konzertvorstellung in Las Vegas. Ende Februar ging er dann auch wieder auf Tour, indem er mehrere Shows im Houston Astrodome gab. Alleine dort sahen ihn während der sechs Shows knapp 200.000 Menschen. Danach ging er neben den Las Vegas Auftritten weiter auf Tournee quer durch die USA. Im August 1970 wurde ein weiterer Film mit Elvis realisiert - dieses mal handelte es sich jedoch um einen Dokumentarfilm. Denis Sanders wollte Elvis während den Live-Auftritten filmen, unterbrochen nur von einigen Fan-Interviews. Sechs Shows wurden ab dem 10. August komplett mitgeschnitten, woraus dann nacher 16 Songs ausgewählt wurden. Zusätzlich wurde Elvis mit seiner Band schon im Juli während den Proben gefilmt, woraus auch noch Material mit in den Film eingearbeitet wurde. Das ganze kam dann als "That's The Way It Is" in die Kinos. Dieser Konzertfilm zeigt Elvis "at his best". Er sang sich quer durch die Lieder seiner Karriere: seine alten Hits der 50er Jahre, ein paar aus den 60ern und auch viele neue Songs. Dazu sah er unglaublich gut aus und zeigte spektakuläre Bewegungen. Wahrscheinlich das beste was der Fan von heute von Elvis bekommen kann.

In diesen frühen 70er Jahre fielen als herausragende Ereignisse ein Besuch im Weissen Haus bei Präsident Nixon, die Wahl unter die zehn Spitzenmänner des Jahres 1970 und der Auszug und die spätere Scheidung im Oktober 1973 von seiner Frau Priscilla, worüber er bis zu seinem Tod nicht hinweg kam. Ein zweiter Dokumentarfilm wurde im April 1972 realisiert: Elvis wurde dabei während einer Konzerttour von einem Kamerateam begleitet - auf, aber auch hinter der Bühne. Neben "That's The Way It Is", gehört "Elvis On Tour" zu den absoluten Highlights. Elvis wieder in absoluter Top-Form. Aber im Juni 1972 sollte noch ein weiteres Highlight anstehen: Vier Auftritte im Madison Square Garden, vor insgesamt 80.000 Zuschauern, brachten ihm jede Menge positiver Kritiken ein. Eine dieser Shows wurde nur eine Woche später auf Platte veröffentlicht.


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Im Sommer 1972 wurde bekannt, dass in den nächsten Monaten eine Elvis-Konzert aus Honolulu auf Hawaii weltweit live über Satellit gesendet werden sollte. Das tatsächliche Ausstrahlungsdatum war dann der 14. Januar 1973. Live wurde nur in Asien übertragen. Hier gab es die höchsten Einschaltquoten, die in manchen Ländern bei über 90% lagen. In den folgenden Wochen wurde die Show, "Aloha From Hawaii" war ihr Name, auch in über 30 europäische Ländern und natürlich in den USA gezeigt. Über eine Milliarde Menschen erlebten dieses eineinhalbstündige Konzert am Bildschirm - Elvis hatte ein Stück Fernsehgeschichte mitgeschrieben.

Nach diesen riesigen Erfolgen häuften sich allerdings die Krankenhausaufenthalte von Elvis. Neben seinem ruhelosen Lebenswandel und der aufreibenden Tourneen die nun immer häufiger absolviert wurden, tat auch der hohe Tablettenkonsum seiner Gesundheit nicht gerade gut. Auch wenn er keine harten Drogen nahm, so konnte es doch nicht ohne Folgen bleiben, jahrelang gegen alles und für alles Tabletten zu schlucken, egal ob diese nun verschrieben waren oder auch nicht.

Vier Jahre nach der erfolgreichen "Aloha From Hawaii"-Show, unterschrieb Elvis Mitte 1977 einen weiteren Vertrag mit einem TV-Sender - dieses mal mit CBS. Wieder sollten seine Live-Auftritte gefilmt werden und später in einem TV-Special ausgestrahlt werden. Die Aufnahmen dazu wurden am 19. und 21. Juni 1977 in Omaha und Rapid City gemacht. Zu einer Ausstrahlung zu seiner Lebenszeit kam er leider nicht mehr. Erst im Oktober 1977 erkannte man, wie krank er wirklich war. Zwar wirkte seine Stimme in weiten Teilen der Show recht kraftvoll, doch hatte er beim Sprechen starke Probleme mit der Atmung - er war kaum zu verstehen und nuschelte nur vor sich hin. Dieser Mann gehörte definitiv nicht auf eine Bühne, sondern in ein Krankenhaus. Das ist auch der Grund warum Elvis Presley Enterprises bis heute eine weitere Veröffentlichung dieser Aufnahmen rigoros ablehnt.

In den frühen Morgenstunden des 16. August 1977 fand man Elvis in seinem Haus, leblos auf dem Boden, in seinem privaten Badezimmer liegen. Obwohl er noch mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus gebracht wurde, kam jede Rettung zu spät. Als offizielle Todesursache wurden mehrere Probleme mit dem Herzen angegeben.

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